Ebels Entdeckungen

Oct 14 2011
Oct 12 2011

Von der beispiellosen materiellen und geistigen Verelendung des Staates

“Der moderne Staat befindet sich in einer beispiellosen materiellen und geistigen Verelendung. Unter Schulden zusammenbrechend, von wirtschaftlichen und politischen Kämpfen zerrissen, aller moralischen Autorität bar geworden, kaum noch die reale Autorität aufrecht erhaltend, so hat er in immer neuen Nöten um seine Existenz zu ringen. Woher soll er die Kraft nehmen, sich bei dem allem zum wahren Kulturstaat zu entwickeln?

Welche Krisen und Katastrophen dem modernen Staat noch bestimmt sind, läßt sich nicht absehen. Seine Stellung ist insbesondere noch dadurch gefährdet, daß er die Grenzen seiner natürlichen Wirksamkeit bei weitem überschritten hat. Er ist ein außerordentlich komplizierter, in alle Verhältnisse eingreifender, alles regulieren wollender und darum in jeder Hinsicht unzweckmäßig funktionierender Organismus geworden. Das wirtschaftliche Leben will er in derselben Weise beherrschen wie das geistige. Um sich in so ausgedehnter Weise zu betätigen, arbeitet er mit einem Apparat, der an sich schon eine Gefahr bedeutet.

Irgendwann und irgendwie muß der moderne Staat einmal aus der Finanznot herauskommen und seine Betätigung auf ein normales Maß zurückbringen. Auf welche Weise er aber jemals wieder in einen natürlichen und gesunden Zustand zurückkehren kann, bleibt noch ein Rätsel.”

(Albert Schweitzer in seiner Kulturphilosophie, ausgearbeitet 1914-1917, erschienen 1923)

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Oct 08 2011
Sep 16 2011

Sep 08 2011
Theologie ist etwas anderes als Verkündigung oder Seelsorge. Deshalb ist die Brauchbarkeit einer Theologie für die Predigt oder die Seelsorge keinesfalls das Kriterium ihrer Wahrheit.
— (Paul Tillich, Systematische Theologie I, S. 10)

Sep 06 2011
Das Subsidiaritätsprinzip ist deutlich in der Defensive - bis hin zu realitätsentstellenden Verdächtigungen der sich auf dieses Prinzip berufenden Verbände.
— Hanns-Stephan Haas, Diakonie Profil, Gütersloh 2004, S.170

Sep 03 2011
Jul 17 2011
May 28 2011

Weil kath.net meinen Kommentar zur Zusammenfassung des Berichts von KP Schad vor der #Synode nicht freischaltet …

… verlautbare ich ihn eben auf den verschiedenen anderen Wegen, die mir zur Verfügung stehen. Es geht um diesen Artikel auf kath.nethttp://kath.net/detail.php?id=31595
Mein Kommentar dazu wäre gerichtet an den Kommentator “@erwache und lache” und würde lauten:
“Ich danke Ihnen sehr für Ihre ausgewogenen Beiträge - ausgewogen, obwohl Sie aufgrund der kath.net-Berichterstattung von falschen Voraussetzungen ausgehen mussten, was den Inhalt des Berichts von Kirchenpräsident Schad betrifft. Wenn Sie sich die Mühe machen wollen, den Bericht im vollständigen Wortlaut zur Kenntnis zu nehmen (http://j.mp/k6RMHX, v.a. Teil 3 über “Religion im säkularen Staat”), werden Sie feststellen, dass sich der Kirchenpräsident gerade gegen das Missverständnis verwahrt hat, die laizistischen Forderungen könnten in Deutschland zu Christenverfolgungen führen. Außerdem sprach er davon, “gemeinsam Gesellschaft zu gestalten” - und nicht, wie kath.net fast böswillig falsch zusammenfasst, nur einseitig “die Chancen der Religion für die Gestaltung der Gesellschaft zu sehen”.

Die vollständige Stellungnahme zur PID finden Sie übrigens hier: http://bit.ly/mQX66. Es dürfte deutlich sein, dass Kirchenpräsident Schad und Bischof Wiesemann ihre Argumentation wesentlich breiter und tiefer angelegt haben, als sich auf ein “dies ist Gottes Wille” zu beschränken.
Es grüßt Sie freundlich:
Alexander Ebel, Pfarrer
Persönlicher Referent des pfälzischen Kirchenpräsidenten”

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May 22 2011
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