"Auf den Sporaden – Wer sich nur eine halbe Stunde vorurteilslos in seinen Gewohnheiten hinter einem „Schirm“ beobachtet, weiß, dass konzentriertes Arbeiten, Konzentration überhaupt, durch das Medium nahezu unmöglich gemacht wird. Dieses Defizit kann aber nicht etwa durch eine andere, „bessere“ Technik (etwas ein noch feinere „digitale Tinte“, ein „höherauflösendes Display“) wettgemacht werden. Die Technik selbst ist hier das Problem: „Online“-Sein bedeutet perforierte Aufmerksamkeit. Zieht das Buch eine scharf umrissene Grenze gegenüber „außen“, so ist man am PC, am Tablet immer schon mittendrin in der Welt der Geschäfte, der „Kommunikation“, der Versteigerungen, der „Freundeskreise“, der „Nachrichtenkanäle“, der Musik- und Video-“Plattformen“. Man ist im „Netz“ (Gefangene, die ihre Lage nüchtern betrachteten, wären froh, ihm entronnen zu sein). Einmal bei einer Konzentrationsschwäche während des Schreibens eines Artikels die E-Mails „abgerufen“ - man kommt schnell nicht wieder zurück."
—
(via noxe)